{"id":77,"date":"2026-07-01T13:04:11","date_gmt":"2026-07-01T13:04:11","guid":{"rendered":"https:\/\/demo.manuel-freitag.de\/?p=77"},"modified":"2026-07-01T13:04:11","modified_gmt":"2026-07-01T13:04:11","slug":"autorenlesungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/demo.manuel-freitag.de\/?p=77","title":{"rendered":"Autorenlesungen"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">30.10.2019<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeder l\u00fcgt so gut er kann<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alternativen f\u00fcr Wahrheitssucher<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Harald Martenstein<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einer der bekanntesten deutschen Autoren und Zeit-Kolumnist Harald Martenstein war zu Gast in Perleberg und hat in der Aula des Gottfried-Arnold-Gymnasiums im Rahmen einer Lesung sein Buch \u201eJeder l\u00fcgt so gut er kann\u201c vorstellen. Vor seiner Lesung stellte er Ergebnisse von Umfragen vor, die er misstrauisch interpretierte. Es kommt auf die Fragestellung an, und auf die Interessenlage derjenigen, die fragen. Manipulationen sind relativ einfach. Darin wurde deutlich, was, laut einer Umfrage, der \u00fcberraschendste Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschen ist.Auf die Frage zu seinem Buch &#8211; Sind (Not)L\u00fcgen notwendig? Antwortet Harald Martenstein: In gewissen Situation sind L\u00fcgen leider unumg\u00e4nglich. Einer meiner Kollegen hat einmal ein paar Wochen lang immer nur ehrliche Antworten gegeben und am Ende ein Buch dar\u00fcber geschrieben. Er war schnell sozial isoliert und seine Freundin wollte ihn verlassen. Wenn sein Chef ihn fragte, wie er dessen neueste Idee findet, sagte er einfach und klar, was er von dieser grauenhaften Idee h\u00e4lt. Wenn seine Freundin ihn fragte, wie er ihr neues, teures Kleid findet, sagte er, wie h\u00e4sslich er es findet. Der fr\u00fchere Bundeskanzler Helmut Schmidt erkl\u00e4rte einmal, Politiker d\u00fcrften zwar nicht l\u00fcgen, aber die ganze Wahrheit m\u00fcssten sie auch nicht immer auf den Tisch legen. Schmidt war Pragmatiker.Martenstein las politische, private, abgr\u00fcndige und witzige Betrachtungen aus dem t\u00e4glichen Leben, die er in seinen Kolumnen verarbeitet hat.Ein unterhaltsamer und kurzweiliger Abend begeisterte die 80 Besucher der Lesung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">13.11.2018<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neujahr<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Juli Zeh<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lanzarote, am Neujahrsmorgen: Henning sitzt auf dem Fahrrad und will den Steilaufstieg nach Fem\u00e9s bezwingen. Seine Ausr\u00fcstung ist miserabel, das Rad zu schwer, Proviant nicht vorhanden. W\u00e4hrend er gegen Wind und Steigung k\u00e4mpft, l\u00e4sst er seine Lebenssituation Revue passsieren. Eigentlich ist alles in bester Ordnung. Er hat zwei gesunde Kinder und einen passablen Job. Mit seiner Frau Theresa praktiziert er ein modernes, aufgekl\u00e4rtes Familienmodell, bei dem sich die Eheleute in gleichem Ma\u00dfe um die Familie k\u00fcmmern. Aber Henning geht es schlecht. Er lebt in einem Zustand permanenter \u00dcberforderung. Familienern\u00e4hrer, Ehemann, Vater \u2013 in keiner Rolle findet er sich wieder. Seit Geburt seiner Tochter leidet er unter Angstzust\u00e4nden und Panikattacken, die ihn regelm\u00e4\u00dfig heimsuchen wie ein D\u00e4mon. Als Henning schlie\u00dflich v\u00f6llig ersch\u00f6pft den Pass erreicht, trifft ihn die Erkenntnis wie ein Schlag: Er war als Kind schon einmal hier in Fem\u00e9s. Damals hatte sich etwas Schreckliches zugetragen &#8211; etwas so Schreckliches, dass er es bis heute verdr\u00e4ngt hat, weggesperrt irgendwo in den Tiefen seines Wesens. Jetzt aber st\u00fcrzen die Erinnerungen auf ihn ein, und er begreift: Was seinerzeit geschah, verfolgt ihn bis heute.Verlag: Lucherhand<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.10.2019 Jeder l\u00fcgt so gut er kann Alternativen f\u00fcr Wahrheitssucher Harald Martenstein Einer der bekanntesten deutschen Autoren und Zeit-Kolumnist Harald Martenstein war zu Gast in Perleberg und hat in der Aula des Gottfried-Arnold-Gymnasiums im Rahmen einer Lesung sein Buch \u201eJeder l\u00fcgt so gut er kann\u201c vorstellen. 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